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Geteilte Aufmerksamkeit

Das Programm GETAU wurde von Prof. Dr. Hartje von der Universität Bielefeld (Fachbereich Neuropsychologie) entwickelt. Es gibt über Untersuchungen Diplomarbeiten und zum Programm eine Normierung. Dieses Programm dient der Erfassung der geteilten Aufmerksamkeit, d.h., der Fähigkeit, zwei oder mehrere voneinander unabhängige Aufgaben simultan und möglichst gleich gut zu bearbeiten. Eine Störung speziell dieser Fähigkeiten wird häufig als Folge von Hirnschädigungen berichtet. Zur Erfassung dieser Störungen ist eine differenzierte Aufmerksamkeitsdiagnostik notwendig, wobei sich computergestützte Verfahren besonders bewährt haben, da nur durch diese genaue Werte (Aktivitätsparameter) erfasst werden können. Entsprechend der Qualität der Störung müssen Aufmerksamkeitsfunktionen therapiert werden.

Bei GETAU stehen die Unterprogramme Säule/Ton und Lange Säule/Ton zur Verfügung. Es werden zwei unterschiedliche Aufgaben gestellt, wobei die Stimulation in zwei verschiedenen Sinnesmodalitäten erfolgt. In der visuellen Modalität muss die Veränderung der vertikalen Ausdehnung einer auf dem Bildschirm dargestellten Säule überwacht werden; gleichzeitig muss eine Abfolge von einfachen Tönen hinsichtlich der Tonhöhenänderungen beachtet werden. Auf definierte kritische Signale in den beiden Informationskanälen muss durch Betätigen von zwei den Kanälen zugeordneten Tasten reagiert werden. Die Besonderheit besteht darin, dass sich die kritischen Signale und damit auch die erforderlichen Reaktionen zeitlich überlappen können.

An der Universität Bielefeld wurde jetzt eine wissenschaftliche Untersuchung an 50 Studierenden erhoben. Die Daten (richtige Reaktion unter getrennter sowie kombinierter Berücksichtigung der für die beiden Kanäle geforderten Reaktionen) wurden itemanalytisch und faktorenanalytisch ausgewertet. Die Aufgabe zeigt die gewünschte Streuung der Leistungswerte, ohne Deckeneffekt. Die Itemschwierigkeit bildet den unterschiedlichen Überlappungsgrad der kritischen Signale ab. Die Reliabilität (innere Konsistenz: 0,93; Testhalbierung: 0,85; Retest: 0,79) der Aufgabe ist befriedigend hoch. Eine Faktorenanalyse unter Einbeziehung anderer Aufmerksamkeitsvariablen (u.a. TAP-Untertests Alertness, Go/Nogo, Geteilte Aufmerksamkeit und Reaktionswechsel) ergab drei deutlich voneinander getrennte Faktoren, die als "komplexe Aufmerksamkeitsteilung", "elementare Aufmerksamkeitsleistung" und "Informationsgeschwindigkeit" interpretiert werden können.

Im Wesentlichen führt das Programm GETAU den Benutzer. Die Bedienung ist sehr einfach. Für den Patienten ist die Bedienung auf ein Minimum reduziert.

In der Bildschirmausgabe und im Ausdruck sind die Ergebnisse festgehalten. Die Ausgaben sind beliebig wiederholbar. In Patientendateien werden die Ergebnisse langfristig festgehalten. Text-Dateien können direkt erzeugt werden. Die Details sind beim Unterprogramm beschrieben.

Beispiel Einstellungen
Beispiel Testergebnisse
Beispiel Patientendatei

Einstellungen Säule/Ton:

Testergebnisse Säule/Ton:

Beispiel Patientendatei:

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